HOME -->
Garten-Lexika -->
Pilze Seite 1
Pilze Seite 2
Pilze Seite
3
|
botanisch:
[A bis L]
[M bis X] Bilderarchiv:
Porenpilze
Lamellenpilze
Champignons
Echter Reizker (essbar, hoher Speisewert) Lactarius
deliciosius [Lactaria deliciosa]
Echter Reizker
Sein fleischiger, starrer und ziemlich brüchiger Hut ist zuerst am Rande
eingerollt, dann flach gewölbt, zuletzt in der Mitte eingedrückt und vertieft,
oft auch verbogen und gebuckelt. Bei feuchtem Wetter fühlt er sich klebrig,
schleimig oder fettig an, ist völlig kahl und sieht ziegel- oder orangerot aus,
verblasst aber später und wird grau oder grünlich.
Gewöhnlich ist die Oberseite
lebhaft hell und dunkler kreisförmig gezont, oft grünfleckig, in der Jugend
zuweilen ganz aschgrau. Der Hut erreicht eine Breite von 5 bis 12 cm, selten bis
18cm. Beim durchbrechen des Pilzes quillt aus Hut, Stiel und Blättchen lebhaft
ziegelrote, rotgelbe oder safranrote Milch heraus, die meist mild schmeckt und
sich beim Eintrocknen grünlich färbt.
Auch das weiße Fleisch wird durch die
Milch ziegel- oder karottenrot gefärbt. Die Blätter laufen gewöhnlich etwas am
Stiel herab, stehen ziemlich eng, sind starr, zerbrechlich, rotgelb und oft
lebhafter als die Oberseite des Hutes.
Der Stiel ist starr, anfangs voll, bald
aber hohl, dem Hute gleich gefärbt, etwas bereift und wird 4 bis 8 cm hoch, 1
bis 3 cm dick. Sein Randfleisch sondert rotgelbe Milch ab; das innere Fleisch
ist trocken, locker und weißgrau.
Der Geruch des Pilzes Ist sehr angenehm,
mild-würzig, der Geschmack meist mild, bisweilen aber auch etwas scharf und
bitter.
Mann findet ihn von Juni bis in den Spätherbst in Nadelwäldern,
bewaldeten Heiden, auf trockenen Lichtungen sowie auf feuchten Waldwiesen und
kommt meist truppweise vor.
Quelle: Pilze der Heimat I von E. Gramberg
 Echter Reizker, pilzbestimmung, pilze, waldpilze, bestimmung Impressum
|
|
Pilze:
Sammel-Anfänger
online Pilzbuch
für Anfänger
Anfänger sollten sich bei der Pilzbestimmung und beim Sammeln der Pilze zuerst
auf ganz wenige Pilze beschränken und dann langsam Stück für Stück eine neue
Pilzart in ihr Repertoire aufnehmen.
die wichtigsten Speisepilze
Wer am Anfang nur wenige Pilze findet, der tut sein Pilzgericht halt mit
gekauften Pilzen aufstocken, das ist immer noch besser, als einen Giftpilz zu
erwischen.
Kaufe dir ein Pilzbuch in Taschenformat, welches du bei Wanderungen im Wald
immer dabei hast und versuche die Pilze am Wegesrand mit dem Pilzbuch zu
bestimmen, die du findest - essbare, wie ungenießbare.
So lernst du dein Auge zu schulen und auf Details der Pilze zu achten, ob es
etwa Röhren- oder Blätterpilze sind, wie die Krempe beschaffen ist, oder
wie ein Pilz im Jugend- oder Altersstadium aussieht.

Ich denke, du solltest vor allem zuerst die sehr giftigen Pilze kennen,
wenigstens aus dem Pilzbuch und wissen, wie sie genau zu bestimmen sind.
Giftpilze
Beispiel: um einen Grünblättrigen Schwefelkopf [giftig] genau von einem
Rauchblättrigen Schwefelkopf [essbar] oder Stockschwämmchen [essbar] zu
unterscheiden, koste ich vorsichtig die zuletzt genannte Arten kurz vor Ort -
sollte sie wirklich mal bitter schmecken, dann wäre es die giftige Art. Nach
meinem Wissensstand gibt es bei diesen
stockschwammartigen Baumpilzen
nur diesen einen giftigen, bitteren Schwefelkopf.

Wenn du also über die Giftpilze genauer Bescheid weißt, dann lerne die
schmackhaften Pilzarten kennen und sammle davon wie schon gesagt erst die
Pilzarten, bei denen du ganz sicher bist.
Mit de Zeit kannst du dann immer mal wieder neue Speisepilze in dein Repertoire
aufnehmen, wobei ich eben mit bedacht von "schmackhaften Pilzen" schrieb und
damit schmackhafte, essbare Pilze meinte. Ich habe mit schon bei so manchem
Experiment mit angeblich gut schmeckenden Pilzen [etwa viele Täublinge] eine
ganze Pilzmahlzeit geschmacklich verdorben.
|
|