HOME -->
Garten-Lexika -->
Pilze Seite 1
Pilze Seite 2
Pilze Seite
3
|
botanisch:
[A bis L]
[M bis X] Bilderarchiv:
Porenpilze
Lamellenpilze
Champignons
Riesenbovist, Riesenstäubling
Riesen-Bovist (genießbar - jung)
Langermannia gigantea [Globaria
bovista]
Allgemeine Verwunderung erregt der Fund eines Riesen-Bovistes, der sich
zuweilen im Laufe nur einer Nacht entwickelt. Er erreicht einen Durchmesser
von 20 bis 40 cm, unter günstigen Umständen sogar von 50 cm und eine Schwere
von 2 bis 18 Pfund.
Der Fruchtkörper ist stiellos und meist kuglig, am
Scheitel oft flach oder etwas vertieft. Seine äußere Hülle ist anfangs
weißlich, fast glatt oder feinfilzig; später wird sie allmählich graugelb oder
ockerfarbig, furchig, gefeldert, bröcklig und löst sich dann, von oben
beginnend, stückweise ab - nun wird die innere, dünne, biegsame, zuerst
weiße, im Alter gelbliche Hülle sichtbar, mit der die äußere in der Jugend
verwachsen war. Sie platzt bei der Reife am Scheitel, wird graugelb oder grau
und zerfällt endlich unregelmäßig, so dass nur der untere, weit becherartig
geöffnete Teil stehen bleibt.
Das innere Fasergeflecht ist beim jungen
Fruchtkörper, zart weiß und festmarkig, später wird es locker, grüngelblich,
dann feucht breiartig und zuletzt nebst den Sporen olivbraun und trocken. Auch
der untere Teil des Fruchtkörpers enthält fruchtbares Gewebe; nur am Grunde
ist eine dünne, flockige Schicht von unfruchtbarem Fasergeflecht.
Das innere
Mark riecht nicht gerade angenehm, die Hülle widerlich. Bei der Reife
verschlechtert sich der Geruch sehr; der Pilz riecht dann nach Mäusen oder
nach Harn.
Der Riesen-Bovist gedeiht vom Mai bis Oktober auf Grasplätzen,
Viehweiden, Brachäckern, Tristen, in Gärten und Gebüschen, ist aber nicht
häufig zu finden. Er entwickelt sich in 1 bis 3 Tagen.
Quelle: Pilze der Heimat II von E. Gramberg
Riesen-Bovist, pilzbestimmung, pilze, waldpilze,
bestimmung
Riesenbovist, Riesenstäubling Langermannia gigantea Impressum |
|
Pilze:
Sammel-Anfänger
online Pilzbuch
für Anfänger
Anfänger sollten sich bei der Pilzbestimmung und beim Sammeln der Pilze zuerst
auf ganz wenige Pilze beschränken und dann langsam Stück für Stück eine neue
Pilzart in ihr Repertoire aufnehmen.
die wichtigsten Speisepilze
Wer am Anfang nur wenige Pilze findet, der tut sein Pilzgericht halt mit
gekauften Pilzen aufstocken, das ist immer noch besser, als einen Giftpilz zu
erwischen.
Kaufe dir ein Pilzbuch in Taschenformat, welches du bei Wanderungen im Wald
immer dabei hast und versuche die Pilze am Wegesrand mit dem Pilzbuch zu
bestimmen, die du findest - essbare, wie ungenießbare.
So lernst du dein Auge zu schulen und auf Details der Pilze zu achten, ob es
etwa Röhren- oder Blätterpilze sind, wie die Krempe beschaffen ist, oder
wie ein Pilz im Jugend- oder Altersstadium aussieht.

Ich denke, du solltest vor allem zuerst die sehr giftigen Pilze kennen,
wenigstens aus dem Pilzbuch und wissen, wie sie genau zu bestimmen sind.
Giftpilze
Beispiel: um einen Grünblättrigen Schwefelkopf [giftig] genau von einem
Rauchblättrigen Schwefelkopf [essbar] oder Stockschwämmchen [essbar] zu
unterscheiden, koste ich vorsichtig die zuletzt genannte Arten kurz vor Ort -
sollte sie wirklich mal bitter schmecken, dann wäre es die giftige Art. Nach
meinem Wissensstand gibt es bei diesen
stockschwammartigen Baumpilzen
nur diesen einen giftigen, bitteren Schwefelkopf.

Wenn du also über die Giftpilze genauer Bescheid weißt, dann lerne die
schmackhaften Pilzarten kennen und sammle davon wie schon gesagt erst die
Pilzarten, bei denen du ganz sicher bist.
Mit de Zeit kannst du dann immer mal wieder neue Speisepilze in dein Repertoire
aufnehmen, wobei ich eben mit bedacht von "schmackhaften Pilzen" schrieb und
damit schmackhafte, essbare Pilze meinte. Ich habe mit schon bei so manchem
Experiment mit angeblich gut schmeckenden Pilzen [etwa viele Täublinge] eine
ganze Pilzmahlzeit geschmacklich verdorben.
|
|